2 Tage Mekong-Delta

Am Dienstag morgen ging es mit einer kleinen Gruppe anderer Touristen (insgesamt waren wir 8 ) und unserem Guide per Minibus in ein nahezu touristenfreies Gebiet ins Delta des Flusses Mekong. Neben uns waren noch 2 Berlinerinnen, 3 Englaender und ein aelterer US-Amerikaner dabei. Nach 4 Std Fahrt ging es direkt auf ein schmales Holzboot mit Motor, das uns durch die Kanaele zu unserer Homestay-Familie brachte. Die Familie wartete bereits mit Banh Xeo (Eierkuchen mit Shrimps) auf uns. Diese werden hier stueckchenweise in Reispapier gewickelt und mit frischen Gemuese gegessen. Als Nachtisch gab es Papaya, Pomello und Sternfrucht direkt vom Baum. Ausserdem konnten wir gleiche unsere „Zimmer beziehen“ – wir hatten als einzige tatsaechlich einen abgeschlossenen Raum fuer uns, in dem ein Holzbett ohne Matratze aber einer Decke stand und in dem die Fenster nur aus groben Gittern bestanden. Die Toilette lag ausserhalb des Hauses, an einem kleinen Teich…
Das Haeuschen selbst lag direkt am Wasser und war umgeben von wilder Vegetation. In ihrem „Garten“ hatte die Familie Kraeuter, Gemuese und Suedfruechte sowie Hasen, Enten und Huehner alles direkt vorm Haus.

Von dort aus ging es ueber einen schmalen Pfad und sogenannte Monkey-Bridges (Bambusfussgaengerbruecken) zu den Fahrraedern, mit denen wir dann die Inseln erkundeten. Dabei kamen wir uns noch einmal mehr wie Zirkustiere vor, da alle Bewohner der kleinen Haeuser die wir passierten schauten, lachten und gruessten. Besonders die Kinder kamen an den Wegesrand gelaufen und riefen uns ihr niedliches „Hello“ zu. Bei einem Zwischenstopp genossen wir wieder einmal eine frische Kokusnuss – die so frisch war, dass sie erst vom Ast abgeschlagen wurde (Kostenpunkt:25ct)

Trotz des drohenden Gewitters kamen wir  trocken wieder bei der Familie an und bereiteten zusammen das Abendessen vor. Wir rollten uns selbst frische Fruehlingsrollen und assen gebratenes Fleisch und (fuer uns unbekanntes) Gemuese mit Reis.

Da es hier schon halb 6 dunkel wird, gingen wir gleich noch per Boot auf Gluehwuermchenjagd. Seinen engagierten Einsatz bezahlte unser Guide mit einem Bad im 28Grad warmen Flusswasser. 🙂

Sehr muede ging die gesamte Truppe schon gegen um 9 schlafen, denn am naechsten Morgen sollte es um 6Uhr losgehen. Die Nacht unterm Moskitonetz war eher anstrengend auf der harten Unterlage, mit dem Hahn, der schon 2Uhr morgens schrie, und dem Radio, das vor 5Uhr ueber Lautsprecher verbreitet wurde.

Ein wenig zerknautscht verabschiedeten wir uns von der Familie und fuhren mit dem Boot zum „Floating Market“- hier treffen sich kleine bis grosse Boote zum Kauf und Verkauf von Obst und Gemuese. Von einer „schwimmenden“ Haendlerin gab es dann Fruehstueck auf dem Boot: Sticky Rice (klebriger Reis mit Salz, Zucker und Fruechten in Reispapier) und Bananenteig mit Kokusnusssauce im Bananenblatt. Danach liefen wir ueber einen lokalen Markt am Ufer. Dieser bot allerlei Waren von Aepfel ueber Froesche, lebende Schweine bis Handtuecher an.

Nach dem Besuch einer Ziegelsteinfabrik und einer Pagode schauten wir uns an wie Reispapier gemacht wird. Gegen Mittag trafen wir bei der neuen Gastfamilie ein, mit der wir wieder ein schmackhaftes Essen kochten. Diesmal gab es u.a. frittierte selbstgemachte Fruehlingsrollen.

Von da aus ging es durch den unglaublichen Feierabendverkehr wieder zurueck nach Saigon.

1 Kommentar

  1. Pa-Roland & Ma-Angela

    Hallo ihr „Langnasen“ (Habe im Internet gelesen, dass es sich am Mekong-Delta schnell rumspricht, wenn Langnasen wieder unterwegs sind. Diese werden lachend und winkend vom Ufer aus begrüßt. Kommt es zu Kontakt mit ihnen würden die Einheimischen gerne ihre langen Nasen und ihre weiße Haut berühren.),

    hört sich ja recht abenteuerlich an der Ausflug. Nach fast 3 1/2 Wochen habt ihr euch vemutlich gut an das dortige Essen gewöhnt, so dass ihr wahrscheinlich mit Magenproblemen zu rechnen habt, wenn ihr wieder zu Hause seid. Mache mir gerade Gedanken womit ich euren Kühlschrank auffülle, damit ihr fürs Erste etwas da habt, welch leckeren Käse und Schinken und welches Vollkornbrot ich holen sollte, aber ich weiß gar nicht ob ihr das überhaupt noch vertragt?? (grins)
    LG
    Mama-Angela!!!!