{"id":5140,"date":"2024-08-10T22:43:31","date_gmt":"2024-08-10T13:43:31","guid":{"rendered":"https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/?p=5140"},"modified":"2024-08-10T22:43:31","modified_gmt":"2024-08-10T13:43:31","slug":"die-japaner-und-ihr-japan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/?p=5140","title":{"rendered":"Die Japaner und ihr Japan"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">3 Wochen haben wir nun Land und Leute kennenlernen k\u00f6nnen. Zeit, einen kleinen \u00dcberblick in die Besonderheiten zu geben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine Sache, die gleich als erstes erw\u00e4hnt werden muss, ist die Verf\u00fcgbarkeit von \u00f6ffentlichen Toiletten praktisch \u00fcberall. Sie sind einfach immer und \u00fcberall zu finden: im U-Bahnhof, im Einkaufszentrum, im Park oder im Tempel. Sie sind immer sauber und kosten kein Geld. Selbst zur Not im Restaurant auf die Toilette gehen kostet kein Geld. Mittlerweile gibt es immer \u201ewestliche\u201c Toiletten, also mit Becken und nur noch selten auch zus\u00e4tzlich noch Japanische Varianten, also mit Loch im Boden zum Hocken. Die westlichen Toiletten hatten in fast allen Unterk\u00fcnften eine Dusch-Bidet-Funktion. Selbst in \u00f6ffentlichen Toiletten sind diese meist zu finden. Auch Desinfektionsmittel f\u00fcr die Brille fanden wir oft auf den \u00f6ffentlichen WCs. Wenn man sich dann jedoch die H\u00e4nde gewaschen hat, gibt es in den meisten F\u00e4llen keine M\u00f6glichkeit, sich die H\u00e4nde zu trocknen. Eine Kollegin empfiehl f\u00fcr genau diese Situation ein kleines Handtuch dabei zu haben, was viele Japaner immer dabei haben. Eine gute Idee, doch dank der hei\u00dfen Temperaturen haben wir es meist genossen, die H\u00e4nde k\u00fchlend an der Luft trocknen zu lassen. Der Grund f\u00fcr die fehlenden Trockenm\u00f6glichkeiten d\u00fcrfte im M\u00fclleimer f\u00fcr die Papiert\u00fccher liegen. Es gibt praktisch keine M\u00fclleimer auf Japans Stra\u00dfen. Praktisch nach der Devise \u201eWo kein M\u00fclleimer ist, da f\u00e4llt auch kein M\u00fcll an\u201c. Der Japaner isst ja auch nicht unterwegs, wo dann M\u00fcll anfallen k\u00f6nnte. Wenn man doch an einem kleinen Stra\u00dfenrestaurant etwas zu Essen kauft, isst man es direkt vor Ort und gibt seinen M\u00fcll dann direkt dem Personal zur\u00fcck. An ein oder zwei Stellen sahen wir mal \u00f6ffentliche M\u00fclleimer, aber das war schon sehr au\u00dfergew\u00f6hnlich. Selbst Getr\u00e4nkeautomaten haben neben sich immer einen dedizierten Flaschen- und Dosenm\u00fclleimer zu stehen. Also direkt vor Ort austrinken und entsorgen. Anderen M\u00fcll kann\/soll man dort jedoch nicht entsorgen.<br>Allgemein gibt es unz\u00e4hlige viele Getr\u00e4nkeautomaten. Selbst auf dem Flughafen sind sie noch zu finden. Der Beruf des Auff\u00fcllers muss ein gro\u00dfer hier sein. Die Getr\u00e4nke sind auch sehr preiswert &#8211; je nach Standort kann es nat\u00fcrlich mal etwas teurer werden, doch unsere Lieblingslimonade kostete in den teuersten F\u00e4llen noch immer unter 1\u20ac (160 \u00a5). An den Automaten war in den meisten F\u00e4llen Barzahlung erforderlich. Es hie\u00df also immer etwas Kleingeld in der Hinterhand zu haben. Wenn doch Kartenzahlung m\u00f6glich war, konnten wir auch mit unseren U-Bahn-Fahrkarten bezahlen. Praktisch!<br>Barzahlung ist in Japan noch sehr verbreitet. Ein bisschen wie in Deutschland. Nat\u00fcrlich akzeptieren alle gr\u00f6\u00dferen Restaurants und Hotels Kreditkarten, aber die kleinen Gark\u00fcchen auf den M\u00e4rkten nehmen oft nur Cash. Selbst die U-Bahnfahrkarte konnten wir nur mit Bargeld kaufen und auff\u00fcllen. Geldautomaten sind hingegen nicht immer so leicht zu finden oder nur f\u00fcr die eigenen Bankkunden. In den Minim\u00e4rkten 7Eleven oder FamilyMart gab es aber oft auch einen Geldautomat. Das Abheben kostete uns immer 220 \u00a5, etwa 1,40 \u20ac. Am Flughafen haben wir die allerletzten M\u00fcnzen in Knabberzeug und eine Flasche Wasser investiert.<br>Apropos Wasser &#8211; das konnten wir \u00fcberall aus der Leitung trinken. Manchmal schmeckte es jedoch etwas gechlort. Im Restaurant gab es immer kostenlos Wasser &#8211; meist auch Leitungswasser.<br>Wasser zum Schwimmen scheint wiederum keine gro\u00dfe Bedeutung zu haben, zumindest nicht in den teuren Innenstadtlagen. Wir hatten intensiv nach Hotels mit Swimmingpools gesucht und nichts gefunden. In den Randgebieten soll es wohl \u00f6ffentliche Schwimmb\u00e4der geben und auf manchem Hausdach sahen wir einen Pool. Ansonsten scheint der Fokus auf dem Onsen zu liegen, also den (im besten Fall von hei\u00dfen quellen gespeisten) hei\u00dfen B\u00e4dern, in denen M\u00e4nner und Frauen strikt getrennt und nackt baden gehen. Mit Duschen vorher und nachher und etablierten Regeln, wo das kleine Handtuch wann zu sein hat &#8211; in keinem Fall im Onsen-Wasser.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_9701-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"3996\" src=\"https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_9701-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3996\" srcset=\"https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_9701-768x1024.jpg 768w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_9701-225x300.jpg 225w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_9701-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_9701-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_9701-676x901.jpg 676w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_9701-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Auf der Toilette bitte die Toilettenschuhe anziehen. (Danach ausziehen nicht vergessen!)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_7223-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"4374\" src=\"https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_7223-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4374\" srcset=\"https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_7223-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_7223-300x225.jpg 300w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_7223-768x576.jpg 768w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_7223-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_7223-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_7223-676x507.jpg 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Onsen mit typischen Sitz-Dusch-Pl\u00e4tzen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_6350-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"769\" height=\"1024\" data-id=\"3863\" src=\"https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_6350-769x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3863\" srcset=\"https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_6350-769x1024.jpg 769w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_6350-225x300.jpg 225w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_6350-768x1023.jpg 768w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_6350-1154x1536.jpg 1154w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_6350-1538x2048.jpg 1538w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_6350-676x900.jpg 676w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_6350-scaled.jpg 1923w\" sizes=\"auto, (max-width: 769px) 100vw, 769px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">CC Lemon aus dem Automat<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"> Es gibt wohl t\u00e4glich mehrere Erdbeben in Japan, aber oft sind sie so schwach, dass man sie nicht sp\u00fcrt. Wir haben in unseren drei Wochen kein einziges Erdbeben mitbekommen. Denise dachte einmal nachts, dass das Bett wackelte, aber online war dann im Nachhinein kein Erdbeben verzeichnet. Wir haben jedoch an vielen Stellen Vorkehrungen daf\u00fcr gesehen. Die meisten Zimmer hatten eine Taschenlampe installiert, die beim Entfernen direkt leuchtet. Fenster haben rote Dreiecke und dann teils einen Griff zum \u00d6ffnen von au\u00dfen. Evakuierungsrouten sind nicht nur innerhalb der H\u00e4user, sondern teils in entferntere Pl\u00e4tze im Viertel. Im Gro\u00dfraum Tokio gab es Infos, wie hoch etwas \u00fcber dem Meeresspiegel lag, zur Information hinsichtlich Tsunamis. Hier und da waren Geb\u00e4ude und Br\u00fcckenverbindungen anders oder zus\u00e4tzlich verst\u00e4rkt, um bei Schwankungen nicht gleich aus den Angeln zu purzeln. Im Falle eines Bebens kann man auch nicht viel machen &#8211; unter einem Tisch verkriechen wie im Hollywood-Film ist bei den flachen Tischen hier kompliziert. Aber unser Kollege Martin meinte gleich am Anfang beim Treffen, dass die Geb\u00e4ude so sicher gebaut seien, da brauch man sich nicht verkriechen. Wir mussten es zum Gl\u00fcck nicht \u00fcben.<br>Die Hotels waren alle immer sehr umfangreich ausgestattet. Wir h\u00e4tten ohne Zahnb\u00fcrste und Duschzeug reisen k\u00f6nnen. \u00dcberall gab es Vollausstattung, vom Rasierer, \u00fcber den Kamm bis zur guten Zahnb\u00fcrste und Shampoo. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erfreulicherweise funktionierte hier in Japan ausnahmslos der T\u00fcr-Schlie\u00dfen-Knopf im Aufzug. Das beschleunigte die Fahrt ungemein, weil die T\u00fcren teils extra lange offen blieben.<br>Strom-m\u00e4\u00dfig ist Japan auf einem Sonderweg unterwegs und sich selbst da nicht ganz einig &#8211; hier kommen entweder 100 oder 110 Volt aus der Steckdose. Moderne Ger\u00e4te stecken das zum Gl\u00fcck einfach weg, sodass man sich da gar keine Gedanken machen muss, aber Mathias\u2018 alter Rasier musste f\u00fcr die Reise einem neuen Modell weichen, um den 3-Tage-Bart in Schach halten zu k\u00f6nnen. Auch die Steckdosen wurden nicht ordentlich weiterentwickelt. Wenn das Ger\u00e4t einen Schutzleiter hat, kommt aus dem Stecker ein kleines Kabel, welches dann separat in einen extra Schlitz in der Steckdose gesteckt werden muss. Schon etwas skurril!<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"http:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_0466-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"5184\" src=\"https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_0466-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5184\" srcset=\"https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_0466-768x1024.jpg 768w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_0466-225x300.jpg 225w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_0466-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_0466-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_0466-676x901.jpg 676w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_0466-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Stecker mit losem Kabel f\u00fcr den Schutzleiter<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Japaner sind uns als sehr hilfreiches, zuvorkommendes und dankbares Volk begegnet. Sie scheinen sich auch \u00fcber die kleinen Sachen zu erfreuen. Wenn wir einer \u00e4lteren Person in der U-Bahn den Platz anboten, war sie immer ganz erfreut. Ein \u00e4lteres Ehepaar machte den Kindern im Zug ein mal Platz, damit sie besser vorne rausschauen konnten und freuten sich dann ganz herzlich \u00fcber die Begeisterung der Kinder.<br>Die Japaner versuchen immer, das Unbehagen des Gegen\u00fcber so gering wie m\u00f6glich zu halten. Sie entschuldigen sich lieber einmal zu viel als zu wenig und bedanken sich bei jeder Gelegenheit. So ist vermutlich auch zu erkl\u00e4ren, dass mittlerweile auch vieles kurz in Englisch untertitelt wird. Wenn auch gerne und h\u00e4ufig kleine Fehler im Englischen zu finden waren &#8211; oft schrieben sie es, wie man es spricht, statt wie man es schreibt. Vielleicht wollten sie auch nicht fehlerfrei wirken, um die Erwartungen niedrig zu halten\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl Tee ein wichtiger Bestandteil der Japanischen Tradition ist, scheint Kaffee auch an den Japanern nicht vorbeigezogen zu sein. Anders lassen sich die vielen Starbucks Caf\u00e9s nicht erkl\u00e4ren. Es scheint auch, als wenn die G\u00e4ste (wie auch anderswo) die Caf\u00e9 auch gern zum Arbeiten nutzen. Vielleicht haben sie ja selbst zu Hause nicht viel Platz und m\u00fcssen daher ausweichen.<br>Auch Minim\u00e4rkte gibt es wie Sand am Meer. Gef\u00fcllt mit allerlei Sandwiches, Salaten, warmen und kalten Snacks sowie Knabbereien laden sie zum schnellen Essen ein. Nur fragen wir uns, wo die Japaner das alles essen, wenn sie nicht unterwegs essen. Vielleicht am Arbeitsplatz. Wir standen dann nicht selten vor dem Gesch\u00e4ft und a\u00dfen im Stehen, wenn es keine kleine Essecke im Laden selbst gab.<br>Gibt es ordentliches Essen, dann scheint aus unser Sicht die Tageszeit eine untergeordnete Rolle zu spielen. In der traditionellen K\u00fcche gibt es zu jeder Mahlzeit Reis, Eingelegtes und eine Suppe (das erinnert doch stark an die M\u00f6nchs-K\u00fcche in Koyasan) und f\u00fcr den \u201enormalen\u201c Japaner sicherlich noch das ein oder andere kleine Sch\u00fcsselchen leckerer Beilagen zus\u00e4tzlich. Gegessen wird mit Holzst\u00e4bchen, die hier in Japan \u00fcbrigens recht schmal nach vorne zulaufen. Das ist m\u00f6glich, da der Reis hier klebriger ist und damit einfacher mit St\u00e4bchen aufgenommen werden kann. Die Sch\u00fcssel zum Essen hebt man daher auch nur bis auf Kinnh\u00f6he und nicht bis ran an die Lippe, wie etwa in China. Eine Frage haben wir uns nicht beantworten k\u00f6nnen: es gibt im Supermarkt Milch und unterwegs Softeis oder andere Milchprodukte. Dabei gelten 97% der Japaner als Laktose-intolerant. Ist dann jedes Milchprodukt immer und \u00fcberall Laktose-frei? Auf der Milch haben wir keine solche Angabe gefunden. Wir haben sie jedenfalls gut vertragen und geschmeckt hat die Milch von der Insel Hokkaido dar\u00fcber hinaus auch ganz vorz\u00fcglich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bekannterma\u00dfen \u00fcberaltert die japanische Bev\u00f6lkerung. Die Alten werden immer \u00e4lter und nicht gen\u00fcgend Kinder kommen nach. Wir haben jedoch durchaus viele Familien gesehen. Oft mit einem Kind, aber auch oft mit bis zu drei Kindern. Und in den St\u00e4dten sahen wir dann auch durchaus regelm\u00e4\u00dfig die M\u00fctter mit E-Bikes und Kindersitzen vorne und hinten f\u00fcr den schnellen Transport. Die Kindersitze waren dabei meist sehr vorbildlich mit Hauben ausgestattet zum Schutz vor Regen und Sonne. Allgemein sind die Japaner(innen) viel mit dem Sonnenschirm unterwegs. Auch hier ist der helle Hautton das Ma\u00df aller Dinge. Wir haben jedoch auch die Vorz\u00fcge dieses Sonnenschutzes kennen und lieben gelernt, da die Hitze mit Schirm besser abzuhalten und damit zu ertragen war. War die Haut dann doch von Sonne und Hitze gestresst, gab es unz\u00e4hlige Drogerien. Und alle waren vollgestopft mit Pflegeprodukten und Kosmetik. Das \u00c4u\u00dfere scheint also auch in Japan sehr wichtig zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese \u00dcbersicht k\u00f6nnten wir vermutlich ewig fortf\u00fchren. Ganz zu schweigen von all den offenen Fragen (Ist Milch immer Laktose-frei? Macht der Zugf\u00fchrer seine Kontroll-Armbewegungen so intensiv, weil er es so machen muss? Wie gut haben die Japaner unsere japanischen Worte verstanden? Warum gibt es so viel Kobe-Beef zu kaufen, obwohl so wenig geschlachtet wird? Wie gro\u00df\/klein sind die Wohnungen der Japaner wirklich? Brauchen sie unbedingt Wasser pl\u00e4tschern, um auf Toilette loslegen zu k\u00f6nnen?  etc.).<br>Aber zum Abschluss machen wir im Japanischen jetzt einen Kreis (statt Haken) unter die Sache machen. F\u00fcr korrektes oder richtiges Verhalten, zeichnen Japaner einen Kreis. Ungewolltes wird ebenfalls mit einem Kreuz versehen. Ist das Restaurant schon voll, kann das Kreuz auch als Geste aus Armen vor dem K\u00f6rper gemacht werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_0923-scaled.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"5185\" src=\"https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_0923-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5185\" srcset=\"https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_0923-768x1024.jpg 768w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_0923-225x300.jpg 225w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_0923-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_0923-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_0923-676x901.jpg 676w, https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/wp-content\/uploads\/img_0923-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gr\u00fcner Kreis f\u00fcr richtiges Verhalten<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>3 Wochen haben wir nun Land und Leute kennenlernen k\u00f6nnen. 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