{"id":326,"date":"2010-06-11T13:48:13","date_gmt":"2010-06-11T05:48:13","guid":{"rendered":"http:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/?p=326"},"modified":"2010-06-14T13:48:45","modified_gmt":"2010-06-14T05:48:45","slug":"zugfahren-in-china","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/unterwegs.m-g-b.de\/?p=326","title":{"rendered":"Zugfahren in China"},"content":{"rendered":"<p>Das Zugfahren beginnt auch hier mit der Ankunft am Bahnhof, wo zunaechst das gesamte Gepaeck durchleuchtet wird (wir Langnasen wurden hier noch nie<br \/>\nzurueckgepfiffen \ud83d\ude09 ). Der Chinese ist immer sehr zeitig am Bahnhof, mind. eine Stunde vor Abfahrt &#8211; das sichert einen Platz im Wartesaal, der bereits nach Ziel unterteilt ist. Bevor der Zug ankommt geht es dann durch die Fahrkartenkontrolle auf den Bahnsteig. Wo der Wagen steht, in den man einzusteigen hat, erfaehrt man durch fragen &#8211; gut, wenn der Guide das uebernehmen kann \ud83d\ude09 Dann stellt man sich schoen in eine Schlange, die beim Softsleeper jedoch meist kuerzer als bei den Sitzwagen ist. Beim Einsteigen tauscht man seine Fahrkarte gegen eine Sitzkarte. Damit weiss der Schaffner genau, wer wo aussteigen muss und auch wir, da kurz vor Ankunft am Ziel die Karte wieder gegen die Zugtickets getauscht wird. Denn das Zugticket muss man am Ausgang des Bahnhofs zeigen, dass man auch ja nicht weiter als bezahlt gefahren ist.<br \/>\nUm alle Passagiere mitzunehmen ueberwachen Schaffner und Bahnhofspersonal den Zug. Wenn es losgehen soll hupt die Lok, klingelt es im Zug, winkt das Personal mit gruenen Fahnen und faehrt der Zug letztendlich mit Hupe los.<br \/>\nIm Zug scheint es drei Klassen zu geben:<br \/>\n&#8211; Softsleeper, vier Liegen in einem Abteil mit verschliessbarer Tuer, nur ein Wagen<br \/>\n&#8211; Hardsleeper, drei Liegen uebereinander in mehreren Reihen, also jeder hoert das Schnarchen des Passagiers am anderen Ende des Wagens :schnarchen:, ca. 4<br \/>\nWagen<br \/>\n&#8211; Seater (wir haben in den Nachbarwagen bisher nur eine Art von Sitzen gesehen, weiter trauten wir uns bisher nicht \ud83d\ude09 ) mit 5-6 Sitzen nebeneinander in<br \/>\nmehreren Reihen &#8211; Huehner in den Reihen haben wir bisher nicht gesichtet, aber Unmengen an Gepaeck&#8230; ca. 10 Wagen<br \/>\nFuer Verpflegung waehrend der Reise gibt es einen Speisewagen, einen mobilen Verkaeufer oder heisses Wasser fuer Tee oder Fertiggerichte, wie wir sie mithaben \ud83d\ude42<br \/>\nZur Hygiene nach dem Essen gibt es bei uns im Wagen eine westliche Toilette, eine Lochtoilette und ein Waschabteil.<br \/>\nAuch fuer Hilfe waehrend der Fahrt ist gesorgt &#8211; jeder Wagen hat seinen eigenen, nur chinesisch sprechenden Schaffner.<br \/>\nIn Bahnhoefen werden waehrend des Halts die Fahrgestelle mit Hammerschlaegen ueberprueft. Schliesslich rast der Zug mit hoechstens 120km\/h und ca. 17 Wagen<br \/>\ndurch die Provinzen Chinas \ud83d\ude09<br \/>\nNatuerlich gibt es auch ein China mittlerweile Hochgeschwindigkeitszuege, doch die beschraenken sich noch auf Metropolregionen wie Beijing oder Shanghai, also nicht unser laendliches Reisegebiet, wo die Toilette direkt auf die Gleise geht und die Schienen mit Stoessen zusammengehalten werden \ud83d\ude09<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Zugfahren beginnt auch hier mit der Ankunft am Bahnhof, wo zunaechst das gesamte Gepaeck durchleuchtet wird (wir Langnasen wurden hier noch nie zurueckgepfiffen \ud83d\ude09 ). Der Chinese ist immer sehr zeitig am Bahnhof, mind. eine Stunde vor Abfahrt &#8211; das sichert einen Platz im Wartesaal, der bereits nach Ziel unterteilt ist. 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